THOMANERCHOR Leipzig in Online-Motette am Samstag hörbar!

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Leipziger Knabenchor singt im Online-Angebot der Thomaskirche.

Am morgigen Samstag, 23. Januar 2021 (15:00 Uhr) ist der Thomanerchor Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz in der Online-Motette der Thomaskirche Leipzig zu erleben. Es erklingt der Choral für fünfstimmigen Chor, „In dir ist Freude“ von Giovanni Giacomo Gastoldi (1550–1622). Thomasorganist Ullrich Böhme spielt an der Woehl-Orgel der Thomaskirche Leipzig das Choralvorspiel BWV 615 aus dem „Orgelbüchlein“ von Johann Sebastian Bach. Die Ansprache hält der Pfarrer der Thomaskirche Martin Hundertmark.

Mit einer kompletten Umstrukturierung startete der Thomanerchor Leipzig am 11. Januar 2021 in die Aufnahme eines digitalen Probenbetriebes bis Ende des verlängerten Lockdowns im Februar. Alle Chor-, Instrumental- und Einzelstimmproben finden seither in digitaler Form statt. Im Ergebnis präsentiert sich der Thomanerchor in den Online-Formaten der Leipziger Thomaskirche. Hierfür werden Choräle, über zuhause produzierte Videos, die als Splitscreen zusammengesetzt werden, eingesungen. Die erste Beteiligung der ältesten Leipziger Kultureinrichtung ist nun am Samstag, 23. Januar 2021 zu erleben. Über die Webseiten des Thomanerchores (www.thomanerchor.de) und der Thomaskirche (www.thomaskirche.org) sowie über die Social Media-Kanäle beider Einrichtungen ist die Online-Motette abrufbar.

Nach dem Lockdown Anfang Dezember und dem ersten Corona-Fall im Alumnat, war Leipzigs älteste Kultureinrichtung zur Absage von Motetten, Gottesdiensten sowie äquivalenter Online-Formate bis 10. Januar 2020 gezwungen.

https://www.youtube.com/thomanerchorleipzig

Thomanerchor startet mit digitalem Chorbetrieb in einer ersten Phase bis Ende Januar.

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Leipzig. Mit einer kompletten Umstrukturierung ist der Thomanerchor Leipzig am heutigen Montag, 11. Januar 2021, in die Wiederaufnahme eines digitalen Probenbetriebes gestartet.

Vorerst bis Ende des verlängerten Lockdowns am 29.1.2021 werden alle Chor-, Instrumental- und Einzelstimmproben in digitaler Form erfolgen. Alle Chorproben finden unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz statt. Jeder Thomaner nimmt mehrmals wöchentlich an Probeneinheiten über Online-Konferenzplattformen teil. Ein entsprechender Probenplan ist in Abstimmung mit den schulischen Aufgaben, die im Home Schooling am Vormittag gestellt werden, abgestimmt. Der Chor wird sich in den kommenden Wochen darüber hinaus an Online-Formaten der Thomaskirche Leipzig beteiligen und die Wochenlieder über zuhause produzierte Videos, die als Splitscreen zusammengesetzt werden, einsingen.

Emanuel Scobel: „Alle Thomaner sind wohlauf und wir freuen uns wieder mit der musikalischen Arbeit und dem Probenbetrieb starten zu können. Der Probensaal ist technisch für die täglichen Proben ausgestattet. Parallel wird der Thomanerchor 1 x wöchentlich für die Öffentlichkeit in den Online-Motetten und -Gottesdiensten der Thomaskirche zu hören sein. Die positiven Erfahrungen über die Weihnachtstage haben uns den hohen Bedarf an einer Präsenz des THOMANERCHOR Leipzig in den Sozialen Medien wie YouTube und Facebook aufgezeigt.“

Nach dem Lockdown Anfang Dezember und dem ersten Corona-Fall im Alumnat, war Leipzigs älteste Kultureinrichtung zur Absage von Motetten, Gottesdiensten sowie äquivalenter Online-Formate bis 10.Januar 2020 gezwungen. Das Hygienekonzept des Thomanerchores erlaubte dem Chor im vergangenen Jahr eine am Normalbetrieb nahe Chor- und Probenarbeit, in dem in Abstimmung mit dem Leipziger Gesundheitsamt und Kooperation mit dem Klinikum St. Georg routinemäßig alle Sänger und die pädagogischen Mitarbeiter mehrmals wöchentlich auf SARS-CoV-2 getestet wurden.

Auswahlkommission schlägt Andreas Reize als Thomaskantor vor

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Medieninformation zur Nachfolge im Thomaskantorat – Das Dezernat Kultur informiert:

Die Auswahlkommission im Verfahren zur Nachfolge im Thomaskantorat hat eine Entscheidung getroffen: Sie schlägt Andreas Reize aus Solothurn zur Berufung zum Thomaskantor vor. Das ist das Ergebnis der gestrigen finalen Sitzung der Kommission. Oberbürgermeister Burkhard Jung als deren Vorsitzender wird diese Wahl dem Stadtrat in dessen Sitzung am 16. Dezember 2020 zur Entscheidung vorlegen.

„Wir freuen uns, mit Andreas Reize einen Kandidaten gefunden zu haben, mit dem wir den Aufbruch ins 21. Jahrhundert erfolgreich fortsetzen können. Wir erhoffen uns von ihm neue musikalische Impulse für die Musikstadt Leipzig und die Bachinterpretation beim Thomanerchor. Seine umfassende Ausbildung und die bisherigen Erfahrungen eröffnen neue Perspektiven für die kommenden Jahre“, sagte Jung.

Zur Begründung der Entscheidung erklärte die Kulturbürgermeisterin und stellvertretende Vorsitzende der Auswahlkommission Dr. Skadi Jennicke: „Andreas Reize ist ein hervorragend begabter Musiker. Er stellte in seiner Bewerbung ein umfassendes, fundiertes und schlüssiges Konzept für die zukünftige Entwicklung des Thomanerchores vor. Er verfügt über breite interpretatorische, musikwissenschaftliche und theologische Kenntnisse und hat große Achtung vor dem hohen Amt des Thomaskantors.“

Desweiteren lobten die Experten seine reiche Erfahrung in der Leitung verschiedener Ensembles, besonders eines Knabenchors. Er arbeite teamorientiert, souverän und inspirierend und gehe freundlich und motivierend mit seinen Sängern um.

Andreas Reize wurde 1975 im schweizerischen Solothurn geboren. Er studierte Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Bern und Winterthur-Zürich. Er absolvierte ein Studium der historischen
Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis sowie ein Aufbaustudium Orchesterleitung an der Musikhochschule Luzern. Außerdem legte er ein Konzertdiplom im Fach Orgel, ein Lehrdiplom
Klavier sowie ein Postgraduate-Studium im Fach Chor-Dirigieren ab.

Zurzeit leitet Andreas Reize das Cantus Firmus Vokalensemble sowie das Cantus Firmus Consort-Orchester auf historischen Instrumenten, ist Musikdirektor der Oper Waldegg, seit 2007 Leiter des Knabenchores
„Singknaben der St. Ursenkathedrale Solothurn“, seit 2011 Leiter des Gabrielichors Bern und Chordirektor des Zürcher Bach-Chores sowie seit 2019 Erster Gastdirigent am Theater Biel-Solothurn für den Bereich Alte Musik. Gastdirigate führten ihn zu verschiedenen namhaften Ensembles, u.a. an das Nationaltheater Mannheim. An der Hochschule der Künste in Bern hatte er einen Lehrauftrag in der Abteilung des Schweizerischen Opernstudios inne.

Andreas Reize soll die Nachfolge von Thomaskantor Gotthold Schwarz antreten, dessen Vertrag mit der Stadt Leipzig vereinbarungsgemäß am 30. Juni 2021 endet. Der Amtsantritt ist für September 2021
geplant.

Die Mitglieder der Auswahlkommission und der Expertenkommission

Auswahlkommission

  • Oberbürgermeister Burkhard Jung – Stadt Leipzig
  • Bürgermeisterin und Beigeordnete Dr. Skadi Jennicke – Stadt Leipzig / Dezernat Kultur
  • Annette Körner (Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen) – Fachausschuss Kultur
  • Thomas Kumbernuß (Fraktion DIE LINKE) – Fachausschuss Kultur
  • Andrea Niermann (CDU-Fraktion) – Fachausschuss Kultur
  • Christian Schulze (SPD-Fraktion) – Fachausschuss Kultur
  • Falk-Gert Pasemann (AfD-Fraktion) – Fachausschuss Kultur
  • Franziska Rudolph (Freibeuter) – Fachausschuss Kultur
  • Emanuel Scobel – Geschäftsführender Leiter Thomanerchor Leipzig
  • Pfarrerin Britta Taddiken/Pfarrer Martin Hundertmark – Thomaskirche zu Leipzig
  • Prof. Andreas Schulz – Gewandhaus zu Leipzig, Gewandhausdirektor
  • Matthias Schreiber – Gewandhaus zu Leipzig, Vorsitzender des Orchestervorstandes
  • Prof. Dr. Peter Wollny – Direktor des Bach-Archiv Leipzig
  • LKMD Markus Leidenberger – Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens
  • Kathleen-Christina Blecher (geb. Kormann) – Thomasschule zu Leipzig (Gymnasium), Schulleiterin
  • Grit Moran – Anna-Magdalena-Bach-Grundschule, Schulleiterin
  • Meike Schlenczek – forum thomanum Grundschule, SchulleiterinExpertenkommission
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel
  • Prof. Jörg Breiding
  • Prof. Anne Kohler
  • Domkantorin Martina van Lengerich
  • Kammersänger Martin Petzold

EIN WALD FÜR JOHANN SEBASTIAN BACH

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Bachfest Leipzig startet Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung von Setzlingen • Auftakt für Pflanzung der ersten drei Hektar Sichtschutzwald am Störmthaler See

Die Stiftung Wald für Sachsen und das Bachfest Leipzig wagen gemeinsam ein ehrgeiziges Projekt – die Neuanpflanzung eines Mischwaldes in der Nähe des Bach-Ortes Störmthal bei Leipzig. Ab dem 21. November werden die ersten Bäume gesetzt. Eine Crowdfunding-Kampagne soll hierfür bis zu drei Hektar Wald finanzieren: Bach-Liebhaber aus aller Welt werden bis zum 6. Dezember mit exklusiven Geschenken umworben.

Der neue »Johann-Sebastian-Bach-Wald« entsteht als Sichtschutzwald am Westufer des Störmthaler Sees. Wenige Monate nach seinem Amtsantritt als Thomaskantor prüfte Johann Sebastian Bach in der Kirche des Dorfes das Instrument des Orgelbauers Zacharias Hildebrandt – und weihte dieses mit der hierfür komponierten Kantate »Höchsterwünschtes Freudenfest«, BWV 194, ein. Die Störmthaler Orgel zählt heute zu den wenigen weitgehend im Originalzustand erhaltenen Bach-Orgeln.

Vom Braunkohle-Tagebau zum »Bach-Wald«

Im 20. Jahrhundert veränderte sich die Landschaft um Störmthal bei Leipzig durch die Nähe zum ehemaligen Braunkohle-Tagebau »Espenhain« stark. Heute ist an die Stelle des Tagebaus unter anderem der Störmthaler See getreten, der Teil des »Leipziger Neuseenlandes« ist. Im Zusammenhang mit der Renaturierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft ist die Schaffung neuer Waldgebiete für Mensch und Tier hier ein besonderes Anliegen.

Das Projekt »Ein Wald für Bach« wurde von Professor Michael Maul, dem Intendanten des Bachfestes Leipzig initiiert, der so die CO2-Bilanz des internationalen Festivals verbessern möchte. Geplant ist, in den kommenden Jahren eine Fläche von insgesamt 29 Hektar aufzuforsten. Insgesamt sind 126.000 Bäume und über 3.600 Sträucher vorgesehen, so dass der Wald bis zu 290 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr binden kann: »Mehr als die Hälfte unserer Festivalgäste nutzt als Transportmittel das Flugzeug, so wie auch unsere internationalen Solisten und Ensembles. Die Gleichung ist simpel: je internationaler ein Festival, desto problematisch die CO2-Bilanz. Dies zu ändern, liegt nicht in unserer Macht. Aber wir möchten einen nachhaltigen Ausgleich schaffen«, so Michael Maul.

Crowdfunding-Kampagne mit exklusive Geschenken für naturliebende Bach-Fans

Eine Crowdfunding-Kampagne soll bis zum 6. Dezember 2020 die noch fehlenden Mittel für die ersten drei Hektar Wald finanzieren. Die Kampagne richtet sich sowohl an Personen und Institutionen, die am Bachfest Leipzig partizipieren, wie Gäste, Künstler, Förderer und Partner als auch an alle Liebhaber der Musik Bachs, die mit ihrem Engagement ihre eigene, durch den Konzert-Tourismus bedingte CO2-Bilanz verbessern oder sich für den Klimaschutz einsetzen wollen. Mit einer Spende von 3 Euro kann ein Baum bereitgestellt, gepflanzt und mehrere Jahre gepflegt werden. Es können beliebig viele Bäume gespendet werden, um das Projektziel zu unterstützen.

Um die Spendenbereitschaft zu erhöhen, winken exklusive Geschenke zum Thema Johann Sebastian Bach: »Mein Team und ich lassen unter anderem in Kyoto einen Fächer mit den originalen Noten zu Bachs berühmtem ›Air‹ auf Japanpapier produzieren, es gibt eine eigens aufgelegte DVD mit den diesjährigen Streaming-Produktionen der ›Johannes-Passion‹ – jüngst für den OPUS Klassik nominiert – und der ›h-Moll-Messe‹ des ›Bach-Marathons‹, an denen sich Bach-Freunde aus aller Welt digital beteiligt haben. Und der Thomanerchor Leipzig produziert individualisierte Videobotschaften für tatkräftige Spender.«, freut sich Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig. »Den drei Haupspendern winkt zudem ein einzigartiger Bachfest-Besuch mit zahlreichen Überraschungen und spannenden Begegnungen vor Ort

Kompetenter Partner: Die Stiftung »Wald für Sachsen«

Die Spenden werden, abzüglich der Kampagnenkosten nach Fristende an die Stiftung »Wald für Sachsen« weitergeleitet und von dieser zu 100 Prozent für die Anpflanzung der Bäume eingesetzt. Als erfahrener Partner des Projekts hat die Stiftung in den 25 Jahren ihres Bestehens bereits weit über 1.000 Hektar Wald erstaufgeforstet.

Walter Christian Steinbach, Stiftung »Wald für Sachsen«, Vorsitzender des Kuratoriums:

»Die Stiftung Wald für Sachsen schätzt sich glücklich, gemeinsam mit dem Bachfest Leipzig und den Bachfreuden aus aller Welt einen Beitrag für den Klimaschutz leisten zu können. Die Bedeutung der Aufforstung als CO2-Senke ist für den Klimaschutz weltweit überhaupt nicht zu unterschätzen. Mit dem Motto ›Grün ist Leben‹ stehen wir in der lebendigen Tradition der ökologischen Opposition der ehemaligen DDR. Wir unterstützen mit Nachdruck alle Aktionen, die zur Rettung unserer Erde beitragen und rufen jedem einzelnen Bachfreund zu: Machen Sie mit ein Wald für Bach!«

Mit dem Bachfest ehrt die Stadt Leipzig jährlich im Juni Johann Sebastian Bach, der hier von 1723 bis zu seinem Tod im Jahr 1750 Thomaskantor war. Das Festival begrüßt jährlich über 70.000 Gäste aus über 40 Nationen und gehört damit zu den internationalsten Musikfestivals weltweit. An den historischen Bach-Wirkungsstätten Leipzigs musizieren – neben den großen lokalen Traditionsensembles Thomanerchor und Gewandhausorchester – jährlich die bekanntesten internationalen Bach-Interpreten. Die Laufzeit der Kooperation mit der Stiftung »Wald für Sachsen« ist unbegrenzt.

Lichtfest Leipzig 2020

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Lichtfest Leipzig auf dem Nikolaikirchhof: „Leben in Freiheit bedeutet Leben in Verantwortung“

Dieses Jahr war alles anders. Pandemiebedingt konnte das Lichtfest Leipzig nicht wie gewohnt mit Tausenden Besuchern auf dem Augustusplatz stattfinden. Am 9. Oktober gab es daher eine kleine Ausgabe des Lichtfestes auf dem Nikolaikirchhof. Die komplette Veranstaltung wurde live auf Leipzig Fernsehen und als Internetstream übertragen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung nahm Bezug auf diese besondere Situation und begrüßte die Gäste mit einer Frage: „Ist es nicht paradox, ausgerechnet ein Lichtfest und ein Friedensgebet zu feiern, das nicht offen sein kann für alle? – Das passt eigentlich nicht“. Aber ausfallen sollten die Feierlichkeiten auf keinen Fall, und Jung warb daher um Verständnis für die gewählte Form. Am 9. Oktober solle nicht nur erinnert werden, sondern auch die Hoffnung Ausdruck finden, dass der Gedanke von 89 weiter in den Menschen brennen kann. Erinnern und Aufbruch sollen gleichermaßen den Tag bestimmen. Jung verwies auf den Aufbruch, der derzeit in Belarus stattfindet und rief den „tapferen Frauen, insbesondere in Minsk“, von Leipzig aus zu: „Wir sind bei euch und unterstützen euren Einsatz für die Freiheit. Haben Sie Mut und Hoffnung, dass Dinge sich verändern können. Nichts muss bleiben, wie es ist.“

Bürgerrechtler Uwe Schwabe richtete den Blick ebenfalls Richtung Osteuropa, wollte den Jahrestag auch dafür genutzt sehen, den Nachbarn in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn zu danken. Denn bevor die Wiedervereinigung Deutschlands möglich wurde, seien schließlich die Menschen in Mittel-Osteuropa mutig auf die Straße gegangen. „Wenn wir etwas von diesen Revolutionen lernen können, dann ist es die Selbstbefreiung aus einer Bevormundung und die Selbstermächtigung zum Handeln.“ Am Ende seiner Worte stand ein kraftvoller, aktueller Appell: „Lassen Sie sich nicht einschüchtern! Streiten Sie weiter für ein demokratisches, freies und unabhängiges Belarus. Und wir in Deutschland sollten uns daran ein Beispiel nehmen. Wir leben heute als Bürger in Freiheit – aber auch in der Verantwortung, allem entgegenzutreten, was unsere Demokratie gefährdet.“

Sebastian Gemkow, sächsischer Staatsminister, betonte, dass es ein bewusstes Bemühen erfordert, sich zu erinnern, wie es vor 1989 ausgesehen hat und teilte seine persönlichen Kindheitseindrücke mit den Gästen: „graue Fassaden, tote ‚Fensteraugen‘, leergewohnte Häuser, vergiftete Flüsse, die täglich die Farbe wechselten. Und die Angst, Dinge nicht aussprechen zu dürfen.“ Kritisch hinterfragte er, ob diese heute oftmals beklagten und auch zu recht beklagten Folgen des Umbruchs wirklich Folgen der Friedlichen Revolution seien oder nicht vielmehr Folgen eines Staates mit Misswirtschaft und ohne Rechtsstaatlichkeit. Es gelte, den Wert der Friedlichen Revolution an die kommenden Generationen weiter zu geben.

Einer der bewegendsten Momente des Abends war zweifellos das „Grußwort von Leipzigerinnen und Leipzigern“. Im Vorfeld hatten diese zum Teil sehr persönliche Botschaften und Gedanken zum Herbst ‘89 übermittelt, die von Annegret Janssen und Tanja Werner (Jugendparlament Leipzig) vorgetragen wurden. Diese unter dem Leitgedanken „Von der Freiheit“ stehenden Zitate waren zudem als großflächige Wandprojektionen rund um den Nikolaikirchhof präsent.

Bereits im September 2020 war das Lichtfest in verschiedenen Stadtteilen mit Licht, Kunst und Gesprächen mit Bürgerrechtlern zu Gast. Kurzinterviews mit den Mitwirkenden und Videoclips zeigten einen Rückblick darauf. Nach rund einer Stunde ging dieses besondere Lichtfest mit dem Kanon Dona Nobis Pacem, gesungen vom Vokalquintett Ensemble Nobiles und begleitet von Leipziger Posaunenchören, zu Ende. Zurück blieben für eine kurze Zeit noch die rund 10.000 Kerzen in Form der ’89. Ein stiller Ausklang.

Lichtfest zu Hause

Zahlreiche Leipzigerinnen und Leipziger waren der Einladung gefolgt, auch in ihrem Zuhause ein Lichtzeichen zu setzen und posteten unter dem Hashtag #lichtfestzuhause Fotos von Kerzen auf Fensterbänken und Balkonen. Zudem hatten sowohl Einzelpersonen als auch Firmen und Institutionen im Vorfeld symbolische Kerzenpatenschaften übernommen und damit ein soziales Projekt unterstützt.

Weitere Informationen zum diesjährigen Lichtfestkonzept und den Vorveranstaltungen, der Aktion „Kerzenpaten“ sowie Pressefotos zum Download unter www.lichtfest.leipziger-freiheit.de

5.000 Euro durch Aktion „Kerzenpaten“

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Aktion „Kerzenpaten“ des Lichtfestes erbrachte 5.000 Euro – OBM Burkhard Jung übergab Spendenschecks

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Lichtfest Leipzig nicht in der gewohnten Weise mit tausenden Besuchern stattfinden. Um dennoch gemeinsam zu gedenken, auch ohne persönlich vor Ort zu sein, hatten die Verantwortlichen neue Formen der Beteiligung entwickelt. Ein zentraler Baustein dieses Konzeptes war die Aktion „Kerzenpaten“. Einwohner und Gäste der Stadt, aber auch Firmen und Institutionen konnten im Vorfeld des Lichtfestes Kerzenpate werden und symbolisch eine Kerze erwerben. Stellvertretend für alle Kerzenpaten entzündeten Mitglieder des Jugendparlaments am Abend des 9. Oktober 2020 die Kerzen auf dem „89er-Podest“ auf dem Nikolaikirchhof.

Auf Beschluss des Kuratoriums „Tag der Friedlichen Revolution 1989“ geht der Erlös aus der Kerzenpatenaktion in Höhe von 5.000 Euro zu gleichen Teilen an „Clowns & Clowns e. V.“ und „Leipziger Klinikclowns“. Am 12. Oktober 2020 überreichte Kuratoriumsvorsitzender Oberbürgermeister Burkhard Jung gemeinsam mit Volker Bremer, Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH und Marit Schulz, Leiterin Lichtfest, die Schecks an die beiden Vereine.

Der Clowns & Clowns e.V. Leipzig ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel es ist, den Alltag von kranken oder pflegebedürftigen Kindern und Erwachsenen bunter und fröhlicher zu machen. Die Leipziger Gesundheitsclowns besuchen Senioren im Pflegeheim, zaubern kranken Kindern ein Lächeln aufs Gesicht oder begegnen Menschen mit Behinderungen. Kontakt: www.clowns-und-clowns.de

Lachen hilft heilen! Die Leipziger Klinikclowns besuchen regelmäßig u.a. die zwei Kinderstationen der Universitätsklinik Leipzig, das Kinderhospiz Bärenherz in Markkleeberg und das Ronald McDonald-Haus Leipzig, um so ein wenig Freude in den oft grauen Krankenhausalltag zu bringen, den Kindern Mut zu machen und sie zu trösten. Auch die Eltern werden in das Spiel der Klinikclowns mit einbezogen. Kontakt: www.leipziger-klinikclown.de

Informationen und Bildergalerien zum Lichtfest Leipzig 2020: www.lichtfest.leipziger-freiheit.de

Motette für Alt-Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Die Motette am Samstag, 3. Oktober 2020, 15.00 Uhr, mit dem collegium thomanum, ist Ex- Thomaskantor Georg Christoph Biller gewidmet.
Nach einem sehr bewegenden Konzert vor ein paar Tagen in der Leipziger Peterskirche, welches ehemalige Thomaner und befreundete Musikerinnen und Musiker von Alt-Thomaskantor Prof. Georg Christoph Biller ihm zu seinem 65. Geburtstag am 20. September 2020 zum Geschenk gemacht haben, warten selbige mit Auszügen aus diesem Programm in der Motette am 3. Oktober um 15.00 Uhr nochmals in der Thomaskirche auf. Denn hier war Georg Christoph Biller als 16. Amtsnachfolger von Johann Sebastian Bach 23 Jahre lang als Thomaskantor tätig. Und auch die Kirchgemeinde St. Thomas freut sich, durch die Initiative der Musiker Georg Christoph Biller begrüßen und als Gratulant auftreten zu können.

Im Programm erklingen vier Werke von Georg Christoph Biller und die Kantate „Ach, lieben Christen, seid getrost“ BWV 114 von Johann Sebastian Bach. Billers kleine Kantate „Frieden machen“, die wiederum Kurt Masur zum 86. Geburtstag gewidmet war, basiert auf einen Poetischen Kommentar von Carola Moosbach zur vorher erklingenden Bach-Kantate. Mitwirkende sind Reglint Bühler (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Falk Hoffmann (Tenor) und Julius Sattler (Bass) und das collegium thomanum. Das Kammerorchester hat sich anlässlich des Geburtstages von Georg Christoph Biller formiert und vereint Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig, des MDR-Sinfonieorchesters und des Leipziger Barockorchesters. Die musikalische Verbundenheit der Mitwirkenden findet sich nicht zuletzt in der generationen- wie ensembleübergreifenden Besetzung. Die Leitung teilen sich die ehemaligen Thomaner Johannes Gründel, Julius Sattler und Universitätsmusikdirektor David Timm.

An der Orgel wird Thomasorganist Ullrich Böhme mit passenden Bach’schen Choralbearbeitungen aus dem „Orgelbüchlein” zu hören sein.
Das Eintrittsprogramm für 2 Euro gibt es ab 30 Minuten vor Beginn an den Eingängen der Kirche.

40 Jahre Traumzauberbaum – Benifizevent am 05. September im Zoo Leipzig

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Der Traumzauberbaum feiert seinen 40. Geburtstag – und lädt die Zoobesucher der 23. Auflage des traditionellen K!DZ-Riesenkinderfestes ein, am 5. September seine Gäste zu sein. Die bei kleinen und großen Zoobesuchern beliebte Benefizveranstaltung
zugunsten der Uni-Kinderklinik verspricht mit einem bunten Bühnenprogramm und verschiedenen Aktionsständen ein unvergesslicher Tag zu werden. Zwulf bringt sein Mitmachprogramm mit, Kess lädt zum Feiern, Singen und Tanzen ein und Klinik-Clown
Gerald Ruppert kommt mit seinem Mäusezirkus in den Zoo.

Die Spendengelder der Sponsoren und Unterstützer kommen der Stiftung Kinderklinik Leipzig zu Gute, die betroffene Familien unterstützt. Singa, bekannt als Moderatorin aus dem Baumhaus und Sing-und Tanzalarm beim KIKA, wird als Moderatorin durch den Tag im Konzertgarten führen.

Die Tickets für das K!DZ-Riesenkinderfest sind begrenzt und unter www.zooleipzig.de/kidz erhältlich. Kinder von 6 bis 16 Jahre erhalten freien Eintritt, benötigen jedoch ein entsprechendes 0 €-Onlineticket, während jüngere Kinder kein separates
Ticket benötigen. Die Tageskassen sind nur bei freien Kapazitäten geöffnet. Zoo-Jahreskarten behalten auch ohne Zusatzticket ihre Gültigkeit.

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In unserem KidsStore finden Sie die passenden Produkte –  CDs, Malbücher,  Miepchen Himmelblau uvm. –  zu diesem tollen Event. Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich vom Traumzauberbaum verzaubern. 

Sommerprogramm im Museum für Druckkunst

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Sommer, Sonne, Sonnenschein erwarten uns hoffentlich im August, aber manchmal kann auch etwas Langeweile aufkommen. Das Museum für Druckkunst steuert mit einem tollem Programm dagegen:

Vorschau „Let’s print in Leipzig 3“

Künstlerworkshop (31.8. – 11.9.) und Ausstellung (13.9. – 1.11.2020)

1 Druckwerkstatt – 3 Drucktechniken – 9 internationale Künstlerinnen und Künstler, 12 Tage gemeinsames Arbeiten und anschließende Ausstellung!

„Let’s print in Leipzig 3“ setzt die Kooperation dreier künstlerischer Druckwerkstätten (stein_werk. Werkstatt für Lithografie und Buchdruck / Thomas Franke, Atelier für Radierung / Maria Ondrej, atelier carpe plumbum / Thomas Siemon) aus Leipzig mit dem Museum für Druckkunst fort. Für neun Künstlerinnen und Künstler ist das Museum zwölf Sommertage lang gemeinsamer Arbeits- und Schaffensraum. Zum Künstlerworkshop werden sie in an den historischen Pressen ihre grafischen Arbeiten umsetzen. Die anschließende Ausstellung zeigt die Ergebnisse und weitere grafische Arbeiten. Eine Eröffnung findet nicht statt, dafür steht die Ausstellung bereits am 11.9. ab 17 Uhr für Besuchende in Anwesenheit der Künstlerinnen und Künstler offen. Infos

Aktuelle Ausstellung

„Das Auge das Fotografen. Industriekultur in der Fotografie seit 1900“

Verlängert bis 6.9. 2020

Die Vielfalt von Industriekultur spiegelt sich hervorragend in der Fotografie.  Das Museum für Druckkunst ist als authentischer industriekultureller Ort Ausgangspunkt für eine Zeitreise durch die Industriefotografie. Präsentiert werden rund 110 Aufnahmen renommierter Fotografen wie Hans Finsler, Evelyn Richter, Bernd und Hilla Becher sowie unbekannte Fotografien aus sächsischen Archiven und zeitgenössische Positionen. Eine Ausstellung im Jahr der Industriekultur in Sachsen 2020. Infos

Pressemeldung hier, Bildmaterial auf Anfrage

Führungen und Begleitprogramm im August:

Öffentliche Führung, So, 12 Uhr: 9.8. und 23.8.

Öffentliche Führung 60+, Di, 15 Uhr: 18.8.  (ganztags ermäßigter Eintritt für Besuchende 60+)

Anmeldung erbeten, aber nicht zwingend erforderlich.

Sommerferienkurse

  1. Juli bis 27. August 2020

Alle Kurse finden jeweils 10 12 Uhr statt. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich!

Weitere Infos hier.

Dienstags: Wir bauen unsere eigenen Stempel

Aus Holz und Moosgummi stellen wir tolle Stempel her und probieren sie mit verschiedenen Farben gleich aus.

Freie Termine im August: 18.8., 25.8.

Donnerstags: Radierung – Zeichnen mit der Nadel

Bildideen werden mit einer Nadel in Pappe geritzt und anschließend in bunten Farben auf Papier gedruckt. Es entstehen einzigartige Kunstwerke, die einen Bilderrahmen verdienen.

Freie Termine im August: 20.8., 27.8.

Jeden Dienstag, 14 – 17 Uhr

Offene Werkstatt LETTERPRESS – Typografie zum Anfassen

Der Nachmittagskurs bietet die Möglichkeit, eigene Ideen und Arbeiten im klassischen Bleisatz in der Setzwerkstatt des Museums umzusetzen. Keine Vorkenntnisse erforderlich, Material inkl., 12 Euro pro Person, erm. 9 Euro (Schüler, Studenten, Azubis). 5-Karte 50 Euro, erm. 40 Euro, ab 12 Jahren (in Begleitung der Eltern). Infos

Termine im August: 4., 11., 18. und 25.8.

Anmeldungen erbeten!

Jeden Donnerstag, 14 – 17 Uhr

Offene Werkstatt RADIERUNG – Bildideen im Tiefdruck

Unter Anleitung der Leipziger Künstlerin Karin Pietschmann werden Zinkplatten mit der Nadel bearbeitet, um anschließend an den historischen Pressen Bilder als Radierungen zu drucken. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Material inkl., 12 Euro, erm. 9 Euro (Schüler, Studenten, Azubis). 5-Karte 50 Euro, erm. 40 Euro, ab 12 Jahren (in Begleitung der Eltern). Infos

Termine im August: 6., 13., 20. und 27.8.

Anmeldungen erbeten!

 

Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der zeitaktuellen Hygienevorschriften statt.

BachOrgelFestival in Leipzig

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 Am 18. Juli beginnt in der Thomaskirche das BachOrgelFestival
„20 Jahre Bach-Orgel“

18. Juli bis 22. August 2020, samstags 15.00 Uhr und 17.00 Uhr

Überall werden wegen der Corona-Pandemie Konzerte und Musikfestivals abgesagt. Die Thomaskirche hat den Mut, einen anderen Weg zu gehen: der Orgel-Professor Ville Urponen aus Helsinki wird am 18. Juli das BachOrgelFestival eröffnen, das unter der künstlerischen Leitung von Thomasorganist Ullrich Böhme steht. Bis zum 22. August wird an jedem Samstag um 15.00 und um 17.00 Uhr in der Thomaskirche die Orgel erklingen. Die Programme der 12 Konzerte sollen etwa 45 Minuten dauern. Damit viele Menschen live dabei sein können, wird jedes Konzert zweimal gespielt. Sichern Sie sich jetzt die Tickets für 10 Euro, denn nur 250 Besuchern pro Konzert kann Einlass gewährt werden.

Wie in jedem Jahr können sich Besucher auf ein hochkarätig besetztes internationales Festival freuen. Olivier Latry, der berühmte Organist der Kathedrale Notre-Dame in Paris, spielt am 8. August. Am 22. August kommt die ungarische Organistin Zsuzsa Elekes nach Leipzig. Sie hat im Jahre 1980 den Leipziger Bachwettbewerb gewonnen. Thomas Fritzsch (Gambe) und der neue Leipziger Nikolaiorganist Lucas Pohle werden am 25. Juli zu hören sein, am 15. August der Münchner Organist und Leiter des Bach-Chores Hansjörg Albrecht. Die beiden Konzerte des Hausherren, Thomasorganist Ullrich Böhme, sind für den 1. August geplant. Wie immer werden die Sauer-Orgel und die Bach-Orgel erklingen. Aber die „Hauptperson“ ist in diesem Jahr die Bach-Orgel. Das Instrument von Gerald Woehl wird 20 Jahre alt. Und dieses Jubiläum muss gefeiert werden. Glücklicherweise verströmt die Orgel kein ansteckendes Aerosol. Deshalb müssen sich die Konzertbesucher keine Sorgen machen, wir werden uns an die Hygieneregeln halten, die da lauten: Mund-Nasenbedeckung ist zu tragen, Platz genommen werden darf nur auf markierten Plätzen. Dennoch freuen wir uns über möglichst viele Besucher. 

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